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Sommerpools und Dachterrassenbar in Madrid: die Hitze besiegen

Sommerpools und Dachterrassenbar in Madrid: die Hitze besiegen

Wo kann man in Madrid im Sommer schwimmen oder sich abkühlen?

Madrid verfügt über städtische Freibäder (Piscinas), künstliche Strandbereiche am Madrid Río entlang des Manzanares, Dachterrassenbars mit kleinen Tauchpools (vor allem das ME Madrid und Riu Plaza) sowie Bergseen in der Sierra de Guadarrama, die in 45 Minuten erreichbar sind. Städtische Bäder kosten 3–5 €. Dachterrassen-Pool-Zugang erfordert typischerweise einen Mindestverzehr (15–25 €).

Kurz gesagt: Madrid erreicht im Sommer regelmäßig 35–38 °C, und die Stadt hat eine Reihe von Abkühlungsmöglichkeiten entwickelt. Städtische Freibäder bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis (3–5 €, geöffnet Juni–September). Dachterrassenbars mit Pool-Zugang verlangen Premiumpreise, bieten aber Aussichten zusätzlich zum Wasser. Der Madrid-Río-Park hat ausgewiesene Planschwasser- und Sprühzonen entlang des Manzanares. Die Berge sind 45 Minuten entfernt für natürliche Schwimmseen.

Die Madrider Sommerhitze verstehen

Madrid liegt auf einem Hochplateau in 667 Metern Höhe in einem semiariden Klima. Sommer bedeutet:

  • Juni: Angenehm, 25–30 °C; gelegentlich 35 °C-Tage am Monatsende
  • Juli: Heiß; regelmäßig 35–38 °C; während Hitzewellen gelegentlich über 40 °C
  • August: Höchste Hitze; August ist der Monat, in dem Madrileños die Stadt verlassen, wenn sie können. Viele Läden und Restaurants in den Vierteln schließen. Touristen, die im August ankommen, finden eine Stadt, die sich irgendwie im Stillstand befindet.
  • September: Allmähliche Abkühlung; noch warm (28–32 °C Anfang September), angenehm Ende September

Die Hitze ist trocken — anders als in mediterranen Küstenstädten hat Madrid eine geringe Luftfeuchtigkeit, was die Hitze erträglicher macht als gleichwertige Temperaturen in Küstenstädten. Aber 38 °C Trockenhitze sind dennoch 38 °C.

Die Reaktion der Stadt: Mittagsruhe (obwohl die traditionelle Siesta-Kultur nachgelassen hat), Abendaktivitäten, die sich spät in die Nacht erstrecken, und eine gut entwickelte Infrastruktur für Outdoor-Wasserfreizeitaktivitäten.

Städtische Freibäder (Piscinas Municipales)

Madrid betreibt ein Netz städtischer Freibäder, die von ca. 1. Juni bis 15. September geöffnet sind (genaue Daten variieren je nach Jahr und Wetter). Dies sind die günstigsten Schwimmoptionen in der Stadt.

Wichtigste Bäder im oder nahe dem Stadtzentrum:

Piscina del Parque del Retiro (Retiro-Park): Ein kleines Becken innerhalb des Parks selbst, beliebt bei Familien. Begrenzte Kapazität; kann an heißen Wochenenden schnell voll werden. Nur in der Hochsaison geöffnet. Eintritt ca. 3,50 €.

Piscinas de la Casa de Campo: Madrids größter Freibad-Komplex, im Casa-de-Campo-Park westlich des Stadtzentrums. Mehrere Becken, darunter ein 50-Meter-Wettkampfbecken. Eintritt ca. 5 €. Siehe den Casa-de-Campo-Führer.

Piscina Municipal de Chamartín (Norden): Ein großer kommunaler Komplex, bei Bewohnern des nördlichen Stadtbezirks beliebt. Metro: Bahnhof Chamartín.

Piscina Municipal de Moratalaz (Osten): Gemeindebad, von Touristen weniger besucht. Nützlich, wenn man in den östlichen Stadtbezirken übernachtet.

Online-Buchung: Madrids städtische Bäder können über das Sportportal der Gemeinde Madrid (madrid.es/deportes) reserviert werden. In der Hochsommersaison (Wochenenden im Juli–August) sind die Plätze schnell ausgebucht — 2–3 Tage im Voraus online buchen.

Was mitbringen: Badeanzug, Handtuch, Sonnencreme, Wasser, Schwimmbrille falls benötigt. Umkleidekabinen sind vorhanden. Schließfächer erfordern eine Münzpfand (1–2 € Münze, zurückgegeben).

Madrid Río: Wasser-Spielzonen

Der Madrid-Río-Park entlang des Manzanares hat mehrere Sprüh- und Planschzonen, die keine formellen Schwimmbäder sind, aber im Sommer Wasserspiele im Freien ermöglichen. Diese Bereiche sind:

  • Frei zugänglich, kostenlos
  • In der Hochsaison beaufsichtigt (Rettungsschwimmer im Juli–August)
  • Für Kinder und zum Planschen geeignet; keine Tiefwasser-Schwimmbereiche

Der Hauptwasserbereich befindet sich im Abschnitt Parque de la Arganzuela, der über die am weitesten entwickelten Sommerfazilitäten verfügt, einschließlich Wasserdüsen und einem flachen Planschbereich.

Der Manzanares selbst ist nicht zum Schwimmen geeignet — Wasserqualität und Tiefe unterstützen kein Schwimmen. Die Wasserplayzonen sind konstruierte Systeme, kein Flussbaden.

Den vollständigen Madrid-Río-Weg einschließlich dieser Bereiche findet man im Madrid-Río-Radführer.

Dachterrassenbars mit Pool-Zugang

Mehrere Dachterrassenbars in Madrid haben kleine Pools oder Tauchbecken — für ernsthaftes Schwimmen eher optisch als praktisch, aber an einem heißen Nachmittag wirklich erfrischend.

ME Madrid Reina Victoria (Plaza de Santa Ana): Einer der meistfotografierten Rooftop-Pools Madrids, klein und Instagram-tauglich, mit Blick über das historische Zentrum in Richtung Königspalast. Zugang über Mindestverzehr (typischerweise 15–20 € pro Person). Im Sommer im Voraus buchen — Tische sind schnell ausgebucht.

Riu Plaza España (Gran Vía/Plaza de España): Ein Rooftop-Pool mit Panoramablick über die Stadt und die Sierra. Zugang über die Bar; Mindestverzehr typischerweise 15–25 €. Der Ausblick von hier ist wirklich beeindruckend — Königspalast, Casa de Campo, die Berge.

Hotel Only YOU Boutique (Chueca-Bereich): Eine kleinere Boutique-Pool-Terrasse, intimer als die großen Hotelrooftops. Weniger überfüllt.

Wichtiger Hinweis: Der Dachterrassen-Pool-Zugang in Madrider Hotels steht Walk-in-Gästen zum reinen Schwimmen im Allgemeinen nicht zur Verfügung. Das Format ist eine Liege- plus Bar-Service-Kombination mit einem kleinen Becken. Man zahlt für das Erlebnis und den Ausblick, nicht für ernsthaftes Bahnenziehen. Die Preise sind die Gastronomie-Aufschlag-Version von dem, was ein städtisches Freibad kostet.

Ehrliche Einschätzung: Rooftop-Pool-Bars sind ein einmaliges Erlebnis wert — besonders bei Sonnenuntergang. Sie sind keine praktische Abkühllösung für heiße Tage — ein Stadtbad ist dafür besser geeignet, zu einem Bruchteil der Kosten.

Die Sierra de Guadarrama: Bergschwimmen

Für ernsthaftes Outdoorschwimmen in natürlicher Umgebung ist die Sierra de Guadarrama 45–60 Minuten vom Madrider Stadtzentrum entfernt.

Embalse de Santillana (bei Manzanares el Real): Ein Stausee mit ausgewiesenem Schwimmbereich. Metro nach Plaza de Castilla, dann Alsa-Bus nach Manzanares el Real. Das Castillo de Manzanares el Real (eine gut erhaltene Burg aus dem 15. Jahrhundert) ist auf derselben Reise einen Besuch wert.

Oberlauf des Río Manzanares (bei Rascafría): Natürliche Flusspools im nördlichen Teil der Sierra, im Sommer bei lokalen Familien beliebt. Die Anfahrt mit dem Auto ist am einfachsten; begrenzte Busverbindungen in das Gebiet.

Navacerrada und Cercedilla: Bergstädte auf 1.200–1.800 Metern Höhe, im Sommer deutlich kühler als Madrid (typischerweise 8–12 °C niedriger). Wanderwege zu natürlichen Quellen und Bächen. Siehe den Sierra-de-Guadarrama-Führer für die Logistik.

Temperatur: Das Bergwasser in der Sierra ist selbst im Juli kalt (typischerweise 14–18 °C in den Stauseen). Der Kontrast zur Madrider Hitze macht es erfrischend, aber schockierend, wenn man sofort hineinspringt.

Praktischer Sommer-Überlebensführer

Neben Pools gibt es mehrere Strategien, die das Madrider Sommer-Erlebnis angenehm machen:

Nach spanischem Zeitplan essen und sich bewegen: Mittagessen 14:00–16:00 (die Hauptmahlzeit), Ausruhen/Museumsbesuche in den heißesten Nachmittagsstunden (15:00–19:00), Abendaktivitäten ab 19:00. Das ist keine Touristenempfehlung — so leben Madrileños tatsächlich im Sommer.

Museum-Timing: Das Prado, das Reina Sofía und das Thyssen-Bornemisza sind vollständig klimatisiert. Ein 2–3-stündiger Museumsbesuch mitten am Tag ist die effizienteste Nutzung der heißesten Stunden. Die kostenlosen Eintrittsfenster des Prado (Mo–Sa 18:00–20:00, So 17:00–19:00) fallen mit dem Beginn der abendlichen Abkühlung zusammen — ein doppelter Vorteil.

Madrids Terrazas (Außenterrassen): Paradoxerweise essen Madrileños im Sommer trotz der Hitze draußen — aber sie essen spät (21:00–23:00), wenn die Temperatur auf erträgliche 26–28 °C gesunken ist. Die Dachterrassenbars, Park-Cafés und Außenrestaurants füllen sich ab etwa 20:30.

Wasser: Madrids Leitungswasser ist ausgezeichnet. Eine wiederverwendbare Flasche mitbringen und in jedem Café nachfüllen (nach „agua del grifo“ fragen — Leitungswasser ist in den meisten Bars kostenlos oder nahezu kostenlos). Die Stadt hat auch öffentliche Trinkbrunnen im gesamten Zentrum.

Kleidung: Leichtes Leinen oder Baumwolle. Dunkle Farben absorbieren mehr Hitze. Bequeme Gehschuhe, die nicht vollständig geschlossen sind (Hitze und Fußschwellung im Sommer).

Die Dachterrassenbar-Szene: jenseits des Pools

Madrids Dachterrassenkultur geht weit über den Pool-Zugang hinaus. Die besten Rooftops für Ausblicke (mit oder ohne Pool):

Círculo de Bellas Artes (Calle de Alcalá): Das klassische zentrale Madrider Dach, gegen eine kleine Eintrittspauschale (4 €) für die Öffentlichkeit zugänglich. Blick über die Gran Vía, das Gebiet der Puerta del Sol und nach Osten Richtung Retiro. Eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse unter den Rooftops der Stadt.

Tartan Roof / Palacio de Cibeles (Cibeles-Palast): Das spektakuläre Rathausgebäude hat im Obergeschoss eine Bar mit Blick Richtung Prado, Retiro und Stadtskyline.

El Corte Inglés Gourmet Experience (Callao): Das oberste Stockwerk des Flagship-Kaufhauses El Corte Inglés ist eine Gourmet-Halle mit Dachterrassen, die Blick über die Gran Vía Richtung Palacio Real bieten. Freier Zutritt.

Diese sind getrennt von den oben genannten Hotel-Rooftop-Pools — vollständigkeitshalber als Teil des Sommer-in-Madrid-Bildes aufgeführt.

September: der optimale Zeitraum

Wer Flexibilität beim Sommerbesuch hat: September ist Madrids bester Monat für die Kombination von Outdoor-Aktivitäten und Sightseeing. Die Hitze bricht (Mitte September typischerweise 25–28 °C), die Menschenmassen nehmen nach dem August-Höhepunkt deutlich ab, Preise sinken und das kulturelle Leben der Stadt nimmt wieder Fahrt auf.

Das Madrid Open Tennis endet im Mai; die Fußballsaison beginnt Mitte August; La Vuelta Radrennen endet Ende September in Madrid; Stierkampf in Las Ventas läuft bis Oktober. Der September vereint Freibadbetrieb (Bäder noch geöffnet), angenehmes Fressen im Freien und einen vollen Veranstaltungskalender.

Häufig gestellte Fragen zu Sommerpools in Madrid

Muss man Madrids städtische Freibäder im Voraus buchen?

In der Sommerspitze (Juli–August) an Wochenenden, ja — das Online-Buchungssystem über madrid.es/deportes ist schnell ausgebucht. Wochentags ist der Zugang ohne Voranmeldung einfacher.

Gibt es Freibäder in der Nähe des Prado oder der Sol?

Das nächste Freibad zum zentralen Touristengebiet ist das Polideportivo de la Chopera am Südende des Retiro-Gebiets. Für die Casa-de-Campo-Bäder nimmt man die Metro von Sol (Linie 5 westlich bis Bahnhof Lago).

Lohnt sich ein Madrider Besuch im August trotz der Hitze?

Für Besucher mit einem festen Urlaubsfenster, ja — Madrids Museen, Architektur und Gastronomie sind voll in Betrieb. Die Hitze ist mit der richtigen Zeitplanung bewältigbar (morgens und abends aktiv, mittags Museumsbesuche). Der Hauptnachteil: Einige Stadtteil-Restaurants und lokale Läden schließen im August, und die Stadt fühlt sich ohne ihre Bewohner weniger wie sich selbst an.

Was sind die Öffnungszeiten der Madrider Sommerbäder?

Typischerweise 11:00–20:00 an Wochentagen, 10:00–20:00 an Wochenenden. Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung. Zeiten variieren je nach Bad; für das spezifische Bad auf der Website der Gemeinde Madrid nachschauen.

Kann ich einen Hotelpool nutzen, ohne dort zu übernachten?

Einige Madrider Hotels erlauben Tagesnutzung des Pools gegen Gebühr (20–50 € je nach Hotel). Es lohnt sich, vorher anzurufen — die Richtlinien variieren je nach Hotel und Saison. Die dedizierten Rooftop-Pool-Bars (ME Madrid, Riu Plaza España) funktionieren nach einem Mindestverzehr-Modell statt einer Eintrittspauschale.